Was beeinflusst Energiepreise?

 

Energiepreise entstehen nicht unabhängig von politischen, wirtschaftlichen und internationalen Entwicklungen. Neben der eigentlichen Beschaffung wirken zahlreiche weitere Faktoren auf den Energiepreis.

CO2-Preis und Emissionshandel

 

Kraftwerksbetreiber müssen für CO₂-Emissionen Zertifikate kaufen. Der Preis dieser Zertifikate fließt in die Grenzkosten fossiler Kraftwerke ein und beeinflusst damit über das Merit-Order-Prinzip den Börsenstrompreis.

Seit 2021 ergänzt der nationale Brennstoffemissionshandel das EU-ETS (EU Emissions Traiding System) für die Sektoren Wärme und Verkehr. Erdgas zu Heizzwecken wird dadurch zusätzlich beeinflusst.

Erneuerbare Energien und Netzausbau

 

Der Ausbau erneuerbarer Energien verändert die Merit Order. Mehr Stunden mit niedrigem Börsenstrompreis sind möglich, gleichzeitig erfordert der Ausbau erhebliche Netzinvestitionen. Diese werden über Netzentgelte refinanziert.

Dadurch entsteht ein Zusammenhang, der auf den ersten Blick widersprüchlich erscheinen kann: Mehr erneuerbare Energien können zu niedrigeren Börsenstrompreisen beitragen, gleichzeitig aber höhere Investitionen in die Netze erforderlich machen.

Geopolitische Risiken

 

Die Energiekrise der Jahre 2021/2022 hat gezeigt, wie stark Energiepreise von geopolitischen Entwicklungen abhängen können – allen voran bei Erdgas. Importabhängigkeiten, Pipeline-Infrastruktur und LNG-Kapazitäten sind strukturelle Faktoren, die Preisvolatilität erzeugen.

Steuern und Abgaben als politisches Instrument

 

Auch die verfügbare Erzeugungsleistung und die Nachfrage nach Energie beeinflussen die Preisbildung. Steht viel Strom aus Wind- und Solaranlagen zur Verfügung, werden teurere Kraftwerke seltener benötigt. Gleichzeitig jedoch können Zeiten mit hoher Nachfrage oder einer geringeren Verfügbarkeit günstiger Erzeugung den Einsatz teurerer Kraftwerke erforderlich machen.

Angebot und Nachfrage

 

Auch die verfügbare Erzeugungsleistung und die Nachfrage nach Energie beeinflussen die Preisbildung.

Steht viel Strom aus Wind- und Solaranlagen zur Verfügung, werden teurere Kraftwerke seltener benötigt. Gleichzeitig jedoch können Zeiten mit hoher Nachfrage oder einer geringeren Verfügbarkeit günstiger Erzeugung den Einsatz teurerer Kraftwerke erforderlich machen.

 

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