Wie funktioniert der Energiemarkt in Deutschland?
Bis Ende der 1990er-Jahre war die Energieversorgung in Deutschland durch regionale Gebietsmonopole geprägt. Verbraucher hatten noch nicht das Recht, ihren Anbieter frei zu wählen. Die Preise wurden durch die Versorger vor Ort bestimmt, die Netze und Vertrieb gleichzeitig in einer Hand hielten.
Mit den EU-Richtlinien 96/92/EG für Strom und 98/30/EG für Gas sowie deren Umsetzung im deutschen Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) wurde der Markt sukzessive für weitere Anbieter geöffnet.
Die Liberalisierung des Energiemarktes hatte zwei zentrale Konsequenzen: Wettbewerb im Vertrieb und den regulierten Netzzugang für alle Anbieter.